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1999

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Black Rider

Greetings From The Devils !!

"Come on along with the Black Rider,
we'll have a gay old time!
Lay down in the web of the black spider,
I'll drink your blood like wine.
So come on in, it ain't no sin.
Take off your skin - and dance around
in your bones."

So begann das Musical "The Black Rider",das im Frühjahr 1999 u.a. kleine Teufelchen aus uns machte...

Doch zuerst mussten wir unser Können bei unserem ersten richtigen Vortanzen beweisen.
Unsere Jazzformation trat gegen drei Elevinnen vom Stadttheater an. Es war ein heißer Kampf und am Ende siegte jeder. Zwölf Mädchen gehörten von nun an zum Bewegungschor.

Wie sich bei den ersten Proben herausstellte, gehörte zu unseren Herausforderungen allerdings mehr "Bewegung" als "Chor". Innerhalb kürzester Zeit hatte Stefan tolle Choreographien mit uns auf die Beine gestellt. Aber wie es im Theater nun mal üblich ist: Nichts ist beständig und Flexibilität ist gefragt. Das hieß für uns: Bis zur Generalprobe wurden unsere Tänze, wie auch Kostüme von diversen kreativen Menschen immer wieder umgeändert.

Am 27. März 1999 hieß es Toi, Toi, Toi zur Premiere:

Zwei Stunden vor Auftrittsbeginn in die Maske selber schminken und sich von Frau Speckmann die Haare "schneckerln" lassen. Dann noch ein paar Minuten Herzklopfen bis zum Auftakt des Stückes:
"Ich bin der Wilhelm Schreiber.
Ich mag gern junge Weiber.
Drum gebt mir euer Kätchen frei,
dann ist sie niemehr ganz allein."
Unter Krähengeschrei posierten wir in unseren Teufelskostümen auf der Drehscheibe und unterstützten so die gruselig - schräge Atmosphäre, die vom ganzen Stück ausging.

Von unserer unschuldig - naiven Seite konnten wir uns dann in der Rolle der Brautjungfern zeigen: Konfetti schmeißen und Blumenkränze schwingen.

Aber wir konnten auch anders.Als geklonte Gretelarmee marschierten wir aggressiv stampfend über die Bühne. Nicht nur nach dieser Szene beeilten wir uns mit dem Umziehen fürs nächste Kostüm, um im Off - Bereich den Sängern im Rampenlicht zu lauschen.
"Liebe lass die Welt sich drehn -
drum zieht sie auf -
sonst bleibt sie stehn."

Es war ein ganz besonderes Erlebnis so nah dabei zu sein, und doch wahlweise in die Position des Zuschauers wechseln zu können. Mit jeder Aufführung liebten wir die Theateratmosphäre ein Stückchen mehr und ließen es zu, in diese fremde Welt einzutauchen.

Jeden von uns hat diese Zeit wachsen lassen und unserem tänzerischen Ausdruck mehr Mut verliehen. Am meisten werden wir wohl den typischen Theatergeruch vermissen, der uns schon beim Betreten des Bühneneingangs entgegenströmte.

Aylin&Simone